München behauptet auch im Jahr 2026 seine Position als teuerster und wertstabilster Immobilienmarkt der Bundesrepublik. Für Eigentümer bedeutet dies ein Marktumfeld, das von extremer Verknappung und einer kaufkräftigen, qualitätsbewussten Nachfrage geprägt ist – Faktoren, die eine präzise Immobilienbewertung unerlässlich machen.
Der Münchner Markt ist durch ein chronisches Unterangebot bei gleichzeitig stetigem Zuzug definiert. Während die historische Bausubstanz in den zentralen Vierteln oft unter Ensembleschutz steht, ist der Neubau im Stadtgebiet aufgrund fehlender Flächen und hoher Auflagen stark limitiert. Dies führt dazu, dass Bestandsobjekte nicht mehr nur als Wohnraum, sondern als „Betongold“ mit höchster Werthaltigkeit fungieren. Die Eigentumsquote ist im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten leicht erhöht, da Immobilien hier traditionell als wichtigste Säule der privaten Vermögenssicherung gelten.
In München beginnt das Preisniveau dort, wo es in anderen Metropolen endet. In Spitzenlagen (A-Lage) wie dem Lehel sind Quadratmeterpreise jenseits der 20.000 € keine Seltenheit mehr. In guten Mittellagen (z. B. Sendling oder Laim) bewegen sich die Preise für Bestandswohnungen im Bereich von 8.500 € bis 10.500 €/m². Selbst in einfacheren Lagenam Stadtrand oder in peripheren Bezirken wie Feldmoching liegen die Einstiegspreise selten unter 7.000 €/m². Damit bleibt München der einzige Standort in Deutschland, an dem die 10.000-Euro-Marke für durchschnittliche Objekte in greifbare Nähe rückt.
Nach einer Phase der Seitwärtsbewegung zeigt der Münchner Markt 2026 wieder eine klare Aufwärtstendenz (+2,5 % zum Vorjahr). Die Stabilisierung der Bauzinsen bei ca. 3,7 % hat die Nachfrage im hochpreisigen Segment neu befeuert. Der marktaktive Leerstand ist mit ca. 0,2 % praktisch nicht existent, was München zum absoluten Vermietermarkt macht. Auffällig ist die „energetische Spreizung“: Während hocheffiziente Neubauten und sanierte Altbauten Höchstpreise erzielen, werden für unsanierte Objekte aus den 60er- und 70er-Jahren mittlerweile deutliche Verhandlungsspielräume eingeräumt.
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